Wenn die ÖVP von Pensionsreform spricht, meint sie Verschlechterungen. Wenn die ÖVP von der Sicherung der Pensionen für Junge spricht, soll gerade ihnen die Pension gekürzt werden.

Finanzminister Schelling hat angekündigt, dass er auch die Aufwertung (Wertsteigerung) jener Beiträge kürzen will, die bereits am „Pensionskonto“ eingezahlt sind. Laut Experten Marin, der selbst als feuriger „Pensionsreformer“ gilt, würde das die Pensionen für Junge um bis zu einem Drittel kürzen! Schon bei der letzten Reform unter schwarz-blau wurde durch die Änderung der Bemessungsgrundlage (Grundlage für die Pensionsberechnung sind nicht mehr die besten 15 Verdienstjahre, sondern eine lebenslange Durchrechnung) massiv gekürzt. Leidtragende der Reformen waren immer die Jüngeren.

Die ÖVP verfolgt eine klare Linie. Sie will die staatliche Pension – wie übrigens die NEOS – zurückfahren. Wer es sich leisten kann, soll sich dann privat versichern. Abgesehen davon, dass das viele nicht können, sehe ich nicht ein, warum ich mein Geld über Pensionskassen in den Finanzmarkt pumpen soll. So werden unter anderem die unregulierten Finanzmärkte aufgebläht, die verantwortlich für die große Wirtschaftskrise waren und auch die nächsten Krisen wieder mitverursachen werden. Warum sollen BürgerInnen für ihre Pensionssicherung in die Spekulation gezwungen werden? Ob Pensionszahlungen in der privaten Vorsorge Rendite abwerfen werden, ist deutlich unsicherer als das staatliche Pensionssystem, weil sie an der unsicheren Entwicklung der Finanzmärkte hängen.

Bei den ÖVP-Ideen geht es weniger um Reformen, als handfeste Interessen. Ziel ist der Rückbau des staatlichen Sozialsystems und die Umleitung von Finanzströmen auf Kapitalmärkte. Es wird Zeit, dass sich die Jungen wehren.

4 Kommentare bis jetzt.

  1. Kommunist sagt:

    Wer die Finanzmärkte alleine für die große Krise verantwortlich macht, ist ein kleinbürgerlicher Geist!!

    Für diese Krise ist der Kapitalismus/Imperialismus verantwortlich! Krisen sind ihm immanent!

    Der Ausweg aus der Krise heißt Sozialismus, einen anderen gibt es nicht. Der Keynesianismus wird und kann uns nicht retten!

    Es wird Zeit Herr Mag. Steinhauser, dass Sie Marxismus-Leninismus lernen!

  2. Kommunist sagt:

    Was ist Marxismus-Leninismus?

    „Artikel 13. Die PdA ist eine marxistisch-leninistische Partei. Ihr gesamtes Wirken basiert auf den grundlegenden theoretischen Erkenntnissen von Karl Marx, Friedrich Engels und W. I. Lenin. Aufgabe der PdA ist es, den Marxismus-Leninismus anzuwenden sowie schöpferisch weiterzuentwickeln. Sie verteidigt den Marxismus-Leninismus gegen Entstellungen und Angriffe, seien sie revisionistischer oder „linksradikaler“ Natur.“ kopiert aus http://parteiderarbeit.at/?p=546

  3. Kommunist sagt:

    PS: Dieser Artikel der rebellischen Straßenzeitung Uhudler erklärt sehr gut, dass es Unsinn ist, die Finanzmärkte alleine für die große Wirtschaftskrise verantwortlich zu machen: https://uhudla.wordpress.com/2016/02/14/armut-durch-reichtum/

  4. Fake Oakleys sagt:

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