Über 50 tote Flüchtlinge. Erstickt in einem LKW. Üblicher Weise gilt eine Frist von ein paar Tagen bis versucht wird, politisches Kapital aus humanitären Katastrophen zu schlagen. Diesmal ging es schneller. Innenministerin Mikl-Leitner hat sofort zur Pressekonferenz und zum Kampf gegen Schlepper gerufen.

Keine Frage, die Täter gehören bestraft. Was Mikl-Leitner aber gerne übersieht, dass die europäische Asylpolitik den Markt für Schlepper schafft und das Geschäft zum Blühen bringt. Wer nicht legal um Asyl in der EU ansuchen kann, wird versuchen illegal einzureisen – auch mit Schleppern. Wenige Stunden vor der Katastrophe hat Außenmister Kurz mit noch strengen Kontrollen an der Grenze und Schnellverfahren gedroht. Ein Musterbeispiel. Noch mehr Risiko bedeutet mehr Geld für Schlepper und noch gefährlichlichere Transportbedingungen für Flüchtlinge. Mit Repression kann man humanitäte Katastrophen nicht lösen – auch wenn das viele europäische Regierungen glauben. Flüchtlinge gibt es nicht, weil es Schlepper gibt, sondern Schlepper gibt es weil es Fluchtgründe gibt. Nur legale Fluchtwege könnten den Markt der Schlepper trocken legen. Das will Europa aber nicht.

Da drängt sich nicht ganz unberechtigt die Frage auf, ob der Kampf gegen Schlepper wirklich von der Sorge um gefährdete Flüchtlinge getragen wird? Oder aber ist der tragische Tod Vorwand und liegt das Motiv eher darin, dass Schlepper Flüchtlinge in die Festung Europa bringen, wo man sie nicht haben will? Dann sollten sich die Verantwortlichen zumindest Betroffenheitsrituale ersparen – vom politischen Geschäft mit der Katastrophe werden sie ohnedies nicht lassen.

3 Kommentare bis jetzt.

  1. es kann nur eine antwort auf die tragödien ohne ende geben:

    grenzen auf!!!!!!!!

    https://bernhardjenny.wordpress.com/2015/08/28/grenzen-die-toeten-muessen-geoeffnet-werden/

  2. Martin sagt:

    Die scheinheiligen, nervigen und moralinsauren Grünen sind aufgrund ihrer kapitalistischen und imperialistischen Politik mitverantwortlich für die Flüchtlingstragödie.

    Der Kapitalismus und der Imperialismus sind die Ursache von Krieg, Terror, Armut, Umweltzerstörung, usw. und schürt, dass flüchtlingsfeindliche politische Richtungen erstarken.

    Die Grünen müssen bei der kommunistischen, antikapitalistischen, antiimperialistischen, revolutionären, usw. Partei der Arbeit lernen: http://www.parteiderarbeit.at

  3. Gucci Outlet sagt:

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