FPÖ-Höbart und seine Herrenmenschenphantasien

FPÖ-Nationalratsabgeordneter Christian Höbart war bis vor kurzem praktisch völlig unbekannt. Durch Arbeit und Leistung im Parlament hat er bisher jedenfalls nicht auf sich aufmerksam gemacht. Ein paar kleine Randnotizen sind in den Archiven der Zeitungen von ihm zu finden. Sie drehen sich beispielsweise um die Nikolo-Lüge. Dabei geht es um den Wahn rechtsextremer Gruppen, der Nikolo würde verboten werden. Die FPÖ plappert das willig nach und glaubt es mittlerweile. So unwichtig war das bisherige politische Schaffen des Herrn Höbart.

Daran hat sich grundsätzlich nichts geändert, allerdings ist er mit seiner rassistischen Beschimpfung von Asylwerberinnen auf Facebook als „Erd- und Höhlenmenschen“ erstmals über der – in diesem Fall zweifelhaften – Wahrnehmungsschwelle angelangt. In den sozialen Netzwerken lassen die Blauen regelmäßig tief blicken. Aktuelle Kostenproben: Ein FPÖ-Abgeordneter fragt dort beispielsweise, wann endlich wer den Beton des Deserteursdenkmals wegräumt oder eine blauer Nachwuchspolitiker schreibt von der kleindeutschen Wiedervereinigung im Jahr 1989.

Zurück zu Höbart. Die Abwertung anderer erinnert an die die Untermenschen-Kategorisierung der Nazis. Herrenmenschenphantasien dürften der FPÖ traditionell nicht fremd sein. Einsicht gibt es ohnedies keine. Während die Blauen sich selbst ständig in der verfolgten Opferrolle sehen, wird kräftig ausgeteilt und unverhohlener Rassismus als überspitzte Formulierung – Rücktritt ausgeschlossen – verharmlost. Das verwundert nicht. Letztendlich hetzt Höbart nicht viel anders als die blaue Parteispitze.

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