Vor einigen Tagen wurde berichtet, dass es vor einem Flüchtlingsheim in Fieberbrunn in Tirol zu einer nächtlichen Attacke gekommen ist. Laut Berichten haben die Täter ausländerfeindliche Parolen geschrien. Auch ein Feuerwerkskörper soll auf die Fenster des Hauses geschossen worden sein. Eine Softgun wurde gefunden.

Jetzt hat die Polizei die Täter ausgeforscht. Angeblich soll – so die Verantwortung der Täter – ein Asylwerber ein Handy gestohlen haben. Damit ist für die Polizei ein rechtsextremer Hintergrund ausgeschlossen, weil keine ausländerfeindliche Gruppe verantwortlich gewesen wäre.

Wir halten fest: Wer ausländerfeindliche Parolen vor Flüchtlingsheimen ruft – dort Angst und Schrecken auslöst – handelt für die Polizei nicht aus einem rechtsextremen Motiv, wenn er keiner organisierten Gruppe angehört. Wenn auch noch möglicher Weise das Handy gestohlen wurde, dann ist auch das Schreien ausländerfeindlicher Parolen nicht mehr ausländerfeindlich, sondern offensichtlich nur mehr irgendeine Unmutsäußerung. Da stellt sich Frage, was eigentlich heute als „rechtsextrem“ bezeichnet wird, wenn ausländerfeindliches Marodieren – egal aus welchem Grund – vor einem Flüchtlingsheim nicht darunter fällt.

Ein Kommentar bis jetzt.

  1. franz sagt:

    das sind keine „Rechtsextremen“; wenn die Ötztaler die Stubaitaler nicht mögen, dann ist das auch nicht Rechtextremismus.

    Und ich z.Bsp. mochte nie „die Wiener“ (ist hier sehr verbreitet); das ist mE überhaupt nicht rechtsextrem, sondern „normal“.

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