Vorarlberg hat gewählt

Vorarlberg hat gewählt und für uns einen historischen Wahlerfolg gebracht. Ich kann mich gar nicht erinnern, dass wir jemals bei einer Wahl einen Zuwachs von 6,5% einfahren konnten. Das ist in erster Linie ein Erfolg der Vorarlberger Grünen und ihres Spitzenkandidaten Johannes Rauch, deren jahrelange gute Arbeit jetzt belohnt wurde. Gratulation! Ein derartiger Erfolg wäre aber nicht gegen den Bundestrend möglich und zeigt, dass wir derzeit politischen Rückenwind haben und die Stimmung für die Grünen günstig ist.

Die ÖVP versucht wiederholt schwere Niederlagen in einen Erfolg schön zu reden. Bei der Nationalratswahl feierten die Schwarzen, dass sie trotz Verlusten nicht auf den dritten Platz abgestürzt waren. In Vorarlberg ist man zufrieden, dass man trotz eines Verlustes von 9% und der absoluten Mehrheit noch über der 40%-Marke geblieben ist. Wenn das historisch schlechteste Ergebnis ein Erfolg gewesen sein soll, lässt das tief in die Gemütslage der ÖVP blicken.

Ebenfalls keinen erfreulichen Wahltag hatte die FPÖ. Sie ist nicht automatischer Gewinner, wenn die Regierenden verlieren. Im Gegenteil – die Blauen mussten bekanntlich sogar Verluste hinnehmen. Für die SPÖ und Faymann hat mit der Vorarlberg-Wahl der Leidensweg der kommenden Landtagswahlen begonnen. Burgenland, Oberösterreich, Wien und die Steiermark werden weitere Niederlagen bringen. Es wird sich zeigen, ob am Ende Werner Faymann noch Bundeskanzler bleiben darf. Hohen Einsatz würde ich darauf keinen setzen. Auch die NEOS haben eine herbe Enttäuschung eingefahren. Obwohl sie erstmals in den Landtag eingezogen sind, wurde gegenüber der Nationalratswahl deutlich verloren. Komplett entzaubert ist man in den Mühen der Ebene angelangt. Die dürften keine Stärke der Pinken sein.

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