Am Samstag demonstrieren die so genannten „Identitären“ in Wien. Dahinter steckt nichts anderes als eine Gruppe Rechtsextremer, die sich aus schlagenden Burschenschaften und der Neonaziszene rekrutiert. Da Fehlen die Verbindungen zur FPÖ selbstverständlich nicht. Die Freiheitlichen Arbeitnehmer haben recht ungeniert mit Logos dieser Gruppe in ihrem Arbeiterkammer-Wahlkampf geworben, der RFJ Burgenland macht gemeinsame Veranstaltungen. Mit neuem Namen und etwas Aktionismus will man Politik von gestern verkaufen. Sie versuchen durch oberflächliche Distanzierungen zwar aus dem braunen Eck zu kommen, doch gerade die Sprache in ihren Verlautbarungen zeigt, dass sich hinter der modernisierten Fratze, doch nur die Ideologie der Ewiggestrigen verbirgt. Auf ihr Konto geht die Gegenbesetzung der Votivkirche während des Aufenthalts der Flüchtlingsbewegung.  Eine multikulturelle Tanzveranstaltung der Caritas wurde von ihnen dadurch gestört, dass sie diese maskiert und mit rassistischen Schildern gestürmt haben.

Die österreichischen „Identitären“ sind zwar ein kleines schwächliches Grüppchen. In anderen Ländern, wie Frankreich und Italien haben sie durchaus eine gewisse Stärke erreicht. Das macht ihren geplanten Aufmarsch in Wien brisant, da in europäischen Rechtsextremismus-Kreisen mobilisiert wurde. Es ist davon auszugehen, dass diesem Ruf durchaus militante Gruppen und Personen folgen werden. Auch die lokale Neonaziszene mobilisiert auf einschlägigen Seiten zu diesem Event.

3 Kommentare bis jetzt.

  1. roman sagt:

    Ich nehme an es waren rassistische Schilder?

  2. Markus sagt:

    Wenn in Deutschland gegen Nazis demonstriert wird, gehen Tausende auf die Straße, geführt von Politikern und Prominenten.

    Bei uns interessiert es keine Sau wenn Küssel-Zöglinge wie Martin Sellner, ihren Rassismus öffentlich propagieren (nur nennen sie das jetzt „Ethnopluralismus“).

    Weit haben wir’s gebracht. Nach dem Song Contest dachte man noch es gibt Hoffnung für das Land und das Toleranz den Österreichern doch nicht fremd ist. Kurz danach marschiert die Neue Rechte mit wehenden Fahnen durch die Stadt.

    Schlecht wird mir….

  3. Ronald sagt:

    Leider Markus!

    Es hat bei uns so gut wie keine Aufklärung gegeben was die NS Zeit betrifft, es wird ja noch immer alles verniedlicht was damals an grausligkeiten passiert ist.

    Deutschland ist da schon wesentlich weiter das stimmt! Sollten wir uns ein Beispiel nehmen!

    Übrigens: Die Identitären, verfügen in Frankreich bereits über eine Art paramilitärische Gruppe, die regelmäßig auch Nahkopf-Sport betreibt, teilweise auch mit Gegenständen.

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