Die Arbeitslosenquote befindet sich auf einem Rekordniveau. Ende Jänner 2014 stieg die Zahl der Arbeitslosen (Personen in Schulungen eingerechnet) auf 449.668 Personen und damit um 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. So weit – so schlecht. Die Ursachen sind vielschichtig. Ebenso ist aber auch die Zahl der Bezugssperren 2013 auf Rekordniveau geklettert. Das AMS verhängte 105. 295 Bezugssperren. Das sind um 6.394 Sperren (plus 6,5%) mehr als im vorangegangenen Jahr.

Diese Zahlen sind am ersten Blick paradox. Warum wird mehr gesperrt, wenn es statistisch erwiesen, schwerer ist, Arbeit zu finden und wir uns gerade  im sechsten Jahr einer großen Wirtschaftskrise befinden? Die Antwort ist denkbar einfach. Je mehr Arbeitslose – desto repressiver die Reaktion. Sanktionen schaffen aber keine Arbeit. Im Ergebnis wird Druck auf Menschen aufgebaut, die nur schwer tatsächlich einen  Arbeitsplatz finden können.

Arbeitslose haben keine Lobby und sind ein dankbarer Sündenbock der Politik. Langläufige Vorurteile und fehlendes Wissen über die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit erleichtern das üble Spiel. Damit muss Schluß sein. Es ist Zeit für eine ernste Debatte über die österreichische Arbeitslosenpolitik samt ihren Repressionen und oftmals unsinnigen Schulungen. Wann, wenn nicht jetzt?

Mehr Infos zum Thema „Bezugssperren“ auf www.aktive-arbeitslose.at

Ein Kommentar bis jetzt.

  1. Martin sagt:

    Danke, dass Sie auf unserer Seite sind!

    Ich bin Mitglied beim Verein Aktive Arbeitslose!

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