Strache und sein naturgegebener Klimawandel

Wenns auch für FPÖ-Chef Strache nicht wirklich läuft – er ist zumindest nicht ganz vom Glück verlassen. Seine sonderbaren Aussagen zum Klimaschutz sind in der Aufregung um die Finanzierung der SPÖ-Wahlkampfplakate untergegangen. Strache vertrat im Fernsehduell mit ÖVP-Spitzenkandidat Spindelegger tatsächlich die Meinung, die derzeit stattfindenden Klimaveränderungen seien nicht durch den Mensch verursacht, sondern naturgegeben. Die Sahara wäre einst sogar eine Kornkammer gewesen, die Natur würde sich halt ändern. Als Maßnahme zum Klimaschutz will er das Kyotoprotokoll, das das Klima eigentlich schützen soll, aufkündigen. Abgesehen davon übersieht Strache, dass dieses Übereinkommen leider schon ausgelaufen ist.

Man kann die FPÖ nicht wählen, weil sie keine Trennlinie zum Rechtsextremismus zieht. Man kann die FPÖ nicht wählen, weil sie bei allen Regierungfsbeteiligungen in Korruptionsskndale verwickelt war. Man kann die FPÖ aber auch nicht wählen, weil sie sich zentralen Zukunftsfragen, wie dem Klimaschutz nicht stellt. Überschwemmungen, Dürrektastrophen und andere Wetterkapriolen – für die FPÖ kein Thema. Verwunderlich ist, dass wir im Wahlkampf über die Mariahilferstraße oder die Todesstrafe mit vielen Mediengetöse, Faktenchecks und Emotion diskutieren, absurde Aussagen zum Klimaschutz aber keine Debatte auslösen. Das sollte Politik, Medien und WählerInnen zu denken geben. Ein Kompliment kam übrigens von Spindelegger zum Thema. Auf die Frage, welche Maßnahmen er zum Klimaschutz setzen würde, entfuhr ihm „da müssen sie die Grünen fragen“. Das sehe ich auch so.

Interessanter Beitrag zum Thema: Bloggerin Cornelia Daniel-Gruber „Strache outet sich öffentlich als Klimawandelleugner“

5 Kommentare bis jetzt.

  1. Gerold Neuwirt sagt:

    Eigentlich ist es schon schlimm genug, dass Strache den Klimawandel leugnet, aber dass Die Presse – eine sogenannte „Qualitätszeitung“ – ihn indirekt auch noch bestätigt, finde ich wirklich deprimierend.

    http://diepresse.com/home/politik/nrwahl2013/1451474/FaktenCheck_Die-Sahara-war-die-Kornkammer-Roms

  2. Georgius sagt:

    Es steht außer Frage das sich das Klima ändert. Es ist nur die Frage wie schnell. Dadurch das es Klimaänderungen gibt ist es ja eben schwer zu beurteilen wieviel Anteil der Mensch hat.
    Nur spricht Strache von dem Einem (Jahrzehnte) und die Presse von dem Anderen (Jahrtausende).
    Nur werden das die meisten FPÖ-Wähler nicht verstehen.

  3. Stefan sagt:

    Ich bin kein FPÖ-Wähler, aber das hat mich jetzt beeindruckt. Strache scheint echt gut Bescheid zu wissen. Endlich ein Politiker der ausspricht, dass der Klimawandel nicht vom Menschen kommt. Außerdem steht das Weltklima seit etwa 16 Jahren still. Also ist nicht mehr gestiegen.
    @Gerold: Verschwende deine Lebenszeit nicht damit das Klima zu schützen. Denn das macht keinen Sinn.

  4. Max sagt:

    Ich trete hier nur ungern an, um einen Strache zu verteidigen, aber er hatte mit seinen Aussagen durchaus recht. Und zumindest zu diesem Thema hat er dafür meinen höchsten Respekt.

    Allein schon der Begriff „Leugner“ hat in der Wissenschaft nichts verloren. Wissenschaft lebt von Skepsis und nicht vom Herunterbeten des immer selben Dogmas, wie man es bei der Klimawandeldebatte erlebt.

    Im österreichischen Klimabericht (s.20) steht etwas sehr richtiges. Nämlich das anthropogener Klimawandel erkenntnistheoretisch nicht nachweisbar ist. Und daß es sich dabei um eine Hypothese handelt.
    Hypothesen kann man glauben oder nicht, aber im wissenschaftlichen Sinne nicht leugnen, da sie keine Tatsache sind. Und die Hypothese zum AGW ist auch grundsätzlich nicht falsifizierbar.
    Desweiteren ist zu entnehmen, daß aufgrund der Unvorhersagbarkeit des Klimas (nicht linear chaotisches System) angebracht ist, Klimamodelle kritisch zu betrachten, weil sie niemals die Realität/Natur abbilden können.
    Und genau das ist es, was in den Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger zugunsten von polemischer Hysterie immer bewußt unter den Tisch gefallen lassen wird, während man Hypothetisches als Faktum verkauft. Man redet über irgendwelche Details und stellt sie als Fakten hin, obwohl man nicht einmal wissenschaftliche Grundbegriffe kennt. Das ist so, wie jemand behauptet, er könne ein Herz transplantieren, er aber keine Ahnung von menschlicher Anatomie hat.
    Es ist methodisch auch unmöglich zu belegen, daß Extremwetterereignisse in irgendeinem Zusammenhang mit AGW stehen.

    Der Begriff „Klimaschutz“ ist ebenso unsinnig, weil man weder die Langzeitstatistik von Wetter schützen kann, noch das Weltklima auf irgendeine gewünschte Temperatur einstellen kann. Ein solcher Versuch ist wissenschaftlich umgefähr so zielführend wie zu versuchen, mit dem Haarfön den Ozean trocken zu legen.
    Das einzige, was man immer tun konnte und tun können wird ist, sich an das Klima anzupassen. Dafür steht aber dann paradoxerweise kein Geld zur Verfügung, wenn ich mir z.B. die Situation beim Hochwasserschutz ansehe. Während Milliarden in den sogenannten Klimaschutz gepumpt werden, wo heute kein Mensch seriös sagen kann, ob das etwas und was es genau bewirken wird.

    Und wenn man dann hier schon von Todesstrafe redet, sollte man vielleicht auch erwähnen, daß für die von Ihnen als Klimaleugner bezeichneten auch schon eine solche gefordert wurde. Wo für mich als Wissenschafter endgültig das Ende der Fahnenstange erreicht ist, denn derartige Methoden erinnern mich eher an eine politische Richtung, die zum einen sehr bekannt für esoterischen Weltanschauungen war und dafür, diese gegebenfalls mit roher Gewalt durchzusetzen.

    Aber ich bin geneigt zu sagen: Wen interessieren heute schon Fakten in der Politik ? Wir hätten genug nachweisbare Probleme, wo man keinen wissenschaftlichen Streit darüber entfachen müßte, ob sie existieren oder nicht. Die werden aber geflissentlich ignoriert, während man auf Weltkonferenzen über Hypothesen diskutiert und auf Basis dessen Billionen von Euro versenkt. Also im Grunde damit spekuliert. Und mit Spekulationen haben wir ja schon „beste“ Erfahrungen.

    Früher habe ich ja auch mal grün gewählt – mittlerweile bin ich stolzer Nichtwähler. U.a. deshalb, weil wir uns wissenschaftlich ins Mittelalter zurückbewegen und Ideologien schon längst über Fakten stehen. Und das ist wirklich das, was den Leuten zu denken geben sollte.

  5. Fake Oakleys sagt:

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