Asyl und Kriminalität wird gerne in einem Atemzug genannt. „AsylantInnen“ wären für hohe Kriminalitätszahlen verantwortlich, tönt es gerne aus der hintersten rechten Ecke. Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass das so nicht stimmt. Die größten Flüchtlingsgruppen in Österreich kommen aus Afghanistan, Russland und Pakistan – die meisten tatverdächtigen Nichtösterreicher aus Deutschland, Serbien und Rumänien. Die FPÖ hat dafür eine Erklärung: die Deutschen wären alle wegen Verkehrsdelikten angezeigt. Während man gerne stolz darauf verweist, dass Österreich in Zeiten des Ungarn-Aufstandes, des Prager Frühlings oder des Jugoslawien-Krieges geholfen hat, sind Flüchtlinge jetzt oft nurmehr Tauschmenge beim politischen Kleingeld wechseln.

Szenenwechsel. Flüchtlinge aus Traiskirchen planen morgen Samstag einen 35 Kilometer langen Protestmarsch und ein Protestcamp in Wien. Die Flüchtlinge protestieren gegen ihre menschenunwürdige Situation und fordern ausreichend, genießbares Essen, mehr ÄrztInnen, Sprachschulen, Zugang zu rechtlicher Unterstützung und Berufsausbildung, sowie schnellere Verfahren statt quälend langer Wartezeiten.

Die protestierenden Flüchtlinge brauchen Unterstützung. Sei es durch Mitmarschieren (9 Uhr beim Flüchtlinslager Traiskirchen), Beteiligung an der Demonstration vor dem Asylgerichtshof (16 h-18h, Laxenburgerstr. 36 – 1100 Wien) oder durch einen Besuch beim Protestcamp (mit Essen, Decken, Zelten oder Matratzen)bei der Votivkirche.

Mehr Infos: familienundfreundinnengegenabschiebung.wordpress.com

 

4 Kommentare bis jetzt.

  1. Martin sagt:

    In Österreich leben viele widerliche Menschen!

    Da gibt es z.B. viele, die wollen, dass es kein Recht auf Asyl mehr gibt.
    Da gibt es z.B. viele, die, anstatt, darüber nachzudenken, wie kein Mensch auf der Welt mehr in Armut leben muss, Arme auch noch bestrafen wollen – ich rede jetzt konkrekt vom Bettelverbot!

    Das ist widerlich!

  2. Martin sagt:

    PS:

    Ich kann schon die Antwort der Widerlichen auf den Protest dieser Asylwerber_innen hören:

    „Da nimmt Österreich sie auf, dann protestieren sie auch noch!“

    Diese widerlichen Leute sind zum Kotzen! Es sollte einmal jemand in der Öffentlichkeit klar und deutlich sagen, wie widerlich solche Leute sind – am besten sollte das der Bundespräsident machen!

  3. Erich J. sagt:

    So weit sind wir schon…. Die Asylwerber gehen auf die Stasse..
    Wenn ihnen in Österreich so schlecht geht dann sollen sie wieder in Ihre Heimat zurück gehen.
    Dort gehts ihnen dann wieder gut.
    Wenn ich in einem anderen Land zu Gast bin und dort auch noch kostenlos verpflegt werde und Taschangeld bekommen dann wird man sich wohl an die Regeln dieses Landes halten müssen.
    Bitte HC stell dieses Theater ab!

  4. Erich J. sagt:

    Asylwerbe auf der Strasse!

    Bitte liebes Österreich stellt dieses Theater ab!

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