Wiener Grüne wählen ihre NationalratskandidatInnen

Am Sonntag wählen die Wiener Grünen ihre KandidatInnen für die nächsten Nationalratswahlen. Transparent und breit. Rund 400 bis 600 Mitglieder und SympathisantInnen werden zu dieser Wahlversammlung erwartet. Was früher oft als chaotisch und unberechenbar kritisiert wurde, erweist sich in Zeiten der politischen Korruption und Politikverdrossenheit als Vorteil der Grünen.

Abgeordnete können bei uns nicht damit rechnen hinter verschlossenen Polstertüren automatisch von einem Parteichef oder einer Teilorganisation mit einem Mandat bedacht zu werden. Die Leistungen der Abgeordneten stehen damit jedes mal neu am Prüfstand. Alleine das führt dazu, dass es sich grüne Abgeordnete nicht im Parlamentssessel bequem machen können. Dazu kommt, dass diese breite Bestellung vorallem zur Wahl von KandidatInnen führt, die sich nicht als Glücksritter mit persönlichen Motiven in die Politik einbringen, sondern mit Leidenschaft bei der Sache sind. Wer sich in den Sold von Interessensgruppen und Lobbies stellen würde, hätte keine Chance. Das würde die grüne Basis nicht akzeptieren.

Die Zahl der KandidatInnen (→ vollständige Liste der KandidatInnen), die sich um einen Listenplatz bewerben ist in Wien traditionell groß. Neben mir treten mit den NationalrätInnen Eva Glawischnig, Wolfgang Zinggl, Daniela Musiol, Karl Öllinger, Alev Korun, sowie Gemeinderat Martin Margulies, Bundesrat Marco Schreuder und Volksanwältin Terezija Stoisits 9 aktuelle FunktionsträgerInnen für – abhängig vom Wahlergebnis – fünf bis sieben Mandate an. Wer keinen sicheren Listenplatz erreicht, hätte noch die Chance auf der österreichweiten Bundesliste zu kandidieren. Aber auch dort sind sind die Plätze rar und begehrt. Ich werde auf twitter unter a_steinhauser über die Landesversammlung berichten.

→  Warum ich kandidiere

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