Parallelgesellschaft Bundesheer

Das österreichische Bundesheer ist eine ganz „besondere“ Truppe. Normal fällt das niemanden auf. Jetzt aber zerrt sich diese Parallelgesellschaft selbst schonungslos in das Licht der Öffentlichkeit. Da wäre beispielsweise der Chef des Milizverbandes Schaffer, der schon vor einigen Tagen auf der verzweifelten Suche nach Feindbildern für Kopfschütteln gesorgt hat. Da wurde ausgeführt, dass Tunesien zeige wie schnell ein politisches System instabil werde und dann eine Armee brauche. Es ist ein starkes Stück, die Despotenherrschaft Tunesiens ernsthaft mit der gefestigten Demokratie Österreich zu vergleichen. Damit aber nicht genug, eine Armee brauche es falls Heerscharen von Flüchtlingen an Österreichs Grenzen stünden und da wären cialis kaufen turkei noch Cyberwar oder Terror. Ersteres wäre ein Fall für die Menschlichkeit – letzteres für die Polizei. Feindsuche gescheitert.

Auch der Präsident der Offiziersgesellschaft Paulus gibt interessante Einblicke. Er will dem gefeuerten General Entacher einen Orden verleihen. Begründung: Er habe Zivilcourage bewiesen. Schön, dass Zivilcourage und das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung jetzt zu den höchsten militärischen Tugenden zählen. Hoffentlich gilt das auch für Rekruten, die sich schikanierenden und respektlosen Ausbildnern widersetzen.

Wozu brauchen wir das Bundesheer? Katastrophenschutz und Zivildienstleistungen können anders organisiert werden. Friedenssichernde Auslandseinsätze – ja das Schützen von Flüchtlingslagern in Krisenregionen ist sinnvoll – rechtfertigen diese Operettenarmee und ihre Offiziere nicht.

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