Rote Studiengebühren?

Rote Studiengebühren – was hat da die SPÖ geritten? Wenn die SPÖ über Modelle für Studiengebühren nachdenkt, war man schon immer treffsicher daneben. Mann erinnere sich an Bundeskanzler Gusenbauer, der ein Modell vorgeschlagen hat, dass am Ende in der Ankündigung gegipfelt hat, der Kanzler werde lernschwachen Kindern Nachhilfe geben. Was hat Häupl und die rote Landeshauptleutebande jetzt wieder geritten? Neben Fragen, warum man für ein schlechtes Angebot (Universitäten) zahlen soll oder ob Bildung eine Ware, wie jedes andere Produkt sein soll, sprechen auch wirtschaftliche Argumente gegen Studiengebühren. Hohe Studiengebühren sind unfair und schließen breite Bevölkerungsteile von den Universitäten aus. Die sozial gerechten „Studiengebühren für Wohlhabende“ der SPÖ bringen kein Geld. Der Finanzierungseffekt für die Unis ist minimal – was bleibt ist die Bürokratie zur Administration der Gebühren. Unis brauchen aber Geld. Was völlig ausgeblendet wird: wer eine bessere Ausbildung hat, wird später meistens auch mehr verdienen. Die gerechteste Form der Finanzierung ist immer noch ein Steuersystem, das höhere Einkommen stärker besteuert und Steuerprivilegien beseitigt, um Bildung finanzieren zu können.

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