Dr. Alexander Christian ist Generalsekretär der Österreichischen Rechtsanwatskammern. Eine honorige Aufgabe in einer wichtigen österreichischen Institution. Christian bewegt sich aber auch im rechtsextremen Umfeld. Er ist mit dem verurteilten Neonazi Küssel auf einer Demonstration zu sehen oder betätigt sich im Block der Rechtsextremistenszene als aggressiver Verbalrabauke auf einer Antimoschee-Demo. Der private Dresscode ist streng rechtsextrem – es wird die Marke „Thor Steinar“ getragen. Auch auf den jährlichen Gedenkfeiern für den Naziflieger Nowotny fehlt Herr Dr. Christian nicht. Jetzt liefern Bilder ein Indiz, dass er mit der radikalen Skinheadgruppe „Blood and Honour“, einem rechtsextremen Untergrundnetzwerk sympathisiert. „Blood and Honour“ ist in Deutschland verboten. Dr. Christian ist auf einem Foto mit einer Jacke zu sehen, die ein Wiener Wappen ziert. Über dem Wappen sind die Buchstaben B und H in einer speziellen Fraktur zu sehen, die in dieser Form für  „Blood and Honour“ abkürzen.

Bildquelle: http://insight.noblogs.org/

„Profil“ hat über das Doppelleben von Dr. Christian berichtet. Die Rechtsanwaltskammern reagierten mit einer schmalen Erklärung. Dr. Christian sei nur organisatorisch tätig und habe hervorragend gearbeitet. Natürlich werde man die Vorwürfe prüfen, aber man reagiere nicht auf mediale und politische Zurufe. Zurufe sollten aber eigentlich nicht notwendig sein. Die Gefahr, dass noch weitere Details und Bilder auftauchen ist hoch. Die Österreichischen Rechtsanwaltskammern können hoffentlich eine Trennlinie zum organisierten Rechtsextremismus ziehen.

update vom 29.9.2010: Der Östrerreichische Rechtsanwaltskammertag hat sich nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung von Dr. Alexander Christian getrennt.

Mehr Infos zum Fall „Dr. Christian“

12 Kommentare bis jetzt.

  1. […] ist jetzt, ob die Rechtsanwaltskammer sich von so etwas distanzieren will oder nicht” auf albertsteinhauser.at wird folgender Schluss gezogen: “Die Österreichischen Rechtsanwaltskammern können […]

  2. wiena sagt:

    nehmen wir mal an ein generalsekretär befindet sich im black block der antifa, würde dies ebenso wenig geduldet?
    oder gehts hier nur um eine menschenhatz gegen „Rechte“, welcher Straftat hat der werte Herr denn begangen? …

    trauriges österreich !

  3. asteinhauser sagt:

    Es gibt keinen „black block“ der Antifa. Wenn sie antifaschistisches Engagemant mit rechtsextremen Pöbeleien gleichsetzen, kann ich ihnen schwer helfen. Straftaten des Herrn Generalsekretär sind mir nicht bekannt. Ich will ihn ja auch weder einsperren, noch bestrafen. Das ist nicht der Punkt. Die Frage ist, ob sich wichtige österreichische Institutionen von der rechtsextremen Szene inhaltlich und personell abgrenzen.

  4. dein schlechtes gewissen sagt:

    hallo herr steinhauser, anscheinend auch mag. jur (ist ja auch ein einfaches diplom) – doktorat dürften sie wohl nicht geschafft haben; was ich ihnen sagen möchte: eine wahlkampagne gegen die fpö auf dem rücken einer einzelnen person auszutragen ist wohl ein ganz fiese art – ich wünsche ihnen ähnliche kampagnen die ihre – nicht sehr tolle karriere – rasch beenden mögen – ihr vorgehen ist einfach nur primitiv und eines akademikers unwürdig. denken sie mal über ihr handeln nach – doch denken dürfte nicht eine ihrer stärken sein herr steinhauser! oder liege ich hier falsch….?

  5. wiena sagt:

    dann starten sie mal eine solche hetzkampagne gegen jeden der etwas mit der antifa oder sonstigen linken radikalen gruppen zu tun hat, aber wenn sie es gut heißen ein Leben zu zerstören, dann scheint ihnen die menschenhatz ja spaß zu machen.

  6. bärtiger partisane sagt:

    danke für den mut zur aufklärung und publizierung!! wer ahnt, wie perfide die machthungrigen rechten „liberalistischen“ verschwörungsbrüder agierten und wieder agieren, kann sich für diese entlarvungen der unterwanderung in wichtigen staatstragenden institutionen nur bedanken.. denn wer legt sich schon gerne mit solchen glattrasierten gewaltmenschen (permanente droh- und ausgrenzungsdiktion..) an..? hier wollen sich die wölfe gern im schafspelz darstellen, NEIN ZUR „GUTMENSCHEN“ MENSCHENHATZ DER NATIONALEN ETC IDEOLOG(I)EN* erkenntnis, freiheit und friede

  7. asteinhauser sagt:

    Außer schwachen Untergriffen haben sie argumentativ nichts zu bieten. Diese inhaltliche Schwäche ist ein durchgängiges Problem der extremen Rechten und ihrer mangelnden Intellektualität.

    Ich führe keine Wahlkampagne mit Dr. Christian gegen die FPÖ. Die FPÖ ist in meinem Blogbeitrag gar nicht erwähnt. Dr. Christian hat Kontakte zur rechtsextremen Szene – das ist belegt und wurde thematisiert. Weder wurde etwas erfunden, noch hat ihn jemand zu seinen Aktivitäten gezwungen. Sollte sich das nachteilig auf seine Karriere auswirken, hat er sich das selbst zu zuschreiben. Bis jetzt hat er sich auch nicht von dieser rechten Extremistenszene distanziert.

  8. Blumenpfücker sagt:

    Was Herr Steinhauser hier getan hat ist einfach das allerletzte. Es wird der Tag kommen, wenn all diese jämmerlichen Gestalten, wie er eine ist, ihre gerechte Strafe bekommen. Was hat ihm denn der Herr Dr. Christian getan? Nichts. Herr Steinhauser hat wohl durch Zufall entdeckt, wer dieser Herr ist und wo er arbeitet und dann hat er sich gedacht, zerstören wir halt mal ein Leben. DAS sind gut(e)menschen. Wer nicht eurer Meinung ist, der ist ein Faschist. Und lieber Herr Steinhauser: DAS ist Faschismus… Aber eines Tages wird sich der Spiess umdrehen. Dann wird ihnen das Lachen im Halse stecken bleiben.

  9. Susanne S. sagt:

    Sehr geehrter Herr Mag. Steinhauser,

    Ich empfinde es bezeichnend, dass in Ihrem „Aufdecker-Blog“ die Ihnen zustimmenden Reaktionen und Gratulationen zu Ihrer „Aufdeckung“ kaum bis gar nicht vorhanden sind.

    Ebenfalls betrachte ich es als Angriff auf den Intellekt der Wähler, wenn Sie behaupten keine der derzeitigen Wahlkampagne dienliche Aktion gesetzt zu haben. Auch wenn Sie keine Partei namentlich erwähnt haben, spricht der gewählte Zeitpunkt der Veröffentlichung für sich.

    Trotz Ihrer Behauptung, dass Sie Dr. Christian weder „einperren“ noch „bestrafen“ wollten, können Sie wohl nicht bestreiten, dass Ihr Auftritt als „Aufdecker“ und der gewählte Weg über die Medien eine gezielte Aktion und beabsichtigte Rufmordkampagne war.
    Wäre Ihr Interesse tatsächlich nur an der Frage der Einstellung des Rechtsanwaltkammertages zum Rechtsextremismus gewesen, hätte wohl vorerst eine schriftliche Kontaktaufnahme mit der Bitte um Stellungnahme an das Präsidium ausgereicht.

    Es ist traurig zu beobachten, welcher Methoden Sie und Ihre Partei sich bedienen und an den schweren bisherigen und bevorstehenden Stimmenverlusten deutlich zu erkennen, dass sich die österreichische Bevölkerung Gott sei Dank von selbsternannten moralischen Eliten, die sich derartiger Methoden bedienen, distanziert.

    MfG
    Susanne S.

  10. supermario sagt:

    Es mag schon sein, dass hier die rechten Heulsusen posten. Aber schauen sie einmal in das Standardforum. Ich kann auch nicht sehen, wo Steinhauser Rufmord begeht. Profil, Standard.at und Steinhausers Blog haben ausschließlich Fakten benannt. Was mich verwundert: ihr seid alle freiwilig sehr rechts einestellt, wenn man das aber berichtet seids ihr beleidigt und findets, dass diese Tatsache Rufmord ist. Ich versteht nicht, dass man sich mit Rechtsextremisten einlässt und nachher heult, wenn das irgendwo berichtet wird. Die Rechtsanwaltskammer und ihr Generalsekretär sind ja nicht irgendwer.

  11. Einheer sagt:

    Was GENAU hat er denn getan? Das Thor Steinar G´wand ist nach einem Urteil des Bezirksgerichtes Braunau nicht anstößig. Soweit sogut. Das ständige Heranziehen deutscher Urteile durch die hiesigen Sozen nervt unsäglich. Wollen die wieder Deutsches Gesetz in Österreich haben? Ich lach mich wech… Seit über 10 Jahren versucht man in Deutschland Thor Steinar zu besudeln, doch bisher mußten alle einen Kniefall machen, auch wenn es Jahre dauerte.
    Im Ausland lacht man sich kaputt über die Deutschen, die glauben, sich mit nem TShirt zu infizieren. Überall auf der Welt gibt es 0 Probleme damit, nur bei den idiotischen Deutschen – und nun importiert ihr auch noch diese dusselige Einstellung.

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