Am Sonntag hat das Grüne Hearing von Bundespräsident Heinz Fischer stattgefunden. Klare und scharfe Positionierungen sind nicht die Sache von Heinz Fischer. Abwahlmöglichkeit vom dritten Nationalratspräsidenten Graf? „Da muss man aus grundsätzlichen Überlegungen vorsichtig sein“. Wäre Strache in einer Bundesregierung denkbar? „Das ist eine hypothetische Frage, die man nicht beantworten kann, wenn man die Rahmenbedingungen nicht kennt“. Rechtsextreme Burschenschaftsbälle in der Hofburg? „Dafür bin ich nicht zuständig“.

Aber immerhin – eine gerechte Vermögens- und Einkommensverteilung ist für Fischer sinnvoll – bei der Abschaffung der Erbschaftssteuern hat er offen seine Bedenken geäußert. Relativ deutlich fiel Fischers Stellungnahme zum Bleiberecht aus: „wenn AsylwerberInnen lange in Österreich leben, überwiegt der Integrationsfaktor“. Die ablehnenden Stimmen zur Familie Zogaj sind für Fischer unverständlich.

Fest steht was vorher schon klar war – Fischer ist kein Grüner. Wer sich das erwartet hat, muss vom Hearing enttäuscht gewesen sein. Wer mit einer realistischen Erwartungshaltung gekommen ist, hat feststellen können, dass Fischer eine integre und besonnene Persönlichkeit ist. Ich werde Fischer wählen – den Grün-Wähler/innen kann man das auch empfehlen. Nicht aus politischer Euphorie, sondern aus demokratiepolitischer Notwendigkeit. Schließlich geht es darum, dass die FPÖ und ihre rechtsextreme Kandidatin Rosenkranz eine klare Niederlage zugefügt bekommen.

siehe auch: Sollen die Grünen für Fischer aufrufen?

Ein Kommentar bis jetzt.

  1. Xeniac sagt:

    Ich wähle niemanden um der FPÖ einen Denkzettel zu verpassen.
    Ich wähle um meine Interessen in der Politik vertreten zu haben.

    Ich finde es gut das es eine FPÖ,FPK, BZÖ gibt, denn so haben einige Österreicher was zu wählen für das Sie stehen. Ich finde es nur schlimm das die so viele Stimmen bekommen.

    Bei diesen Hofburg Kandidaten wähle ich Fischer, weil mir bei den anderen Möglichkeiten das Grauen kommt. Ein Präsident soll ja das ganze Land repräsentieren, bei einer Rosenkreuz wären wir bald das Gespött.

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