Zur Inszenierung rechtspopulistischer Parteien gehört es, sich ständig in die Opferrolle zu reden. Alle sind gegen die FPÖ lautet die ausgegebene Strategie der blauen Zentrale. Zuerst bei einer ORF Dokumentation über Skinheads, wo behauptet wird, man hätte der FPÖ rechtsextreme Provokateure bei einer Veranstaltung vorbeigeschickt. Jeder, der schon auf einem blauen Wahlkampfevent war, weiß, dass das gar nicht notwendig wäre, weil dort ohnedies genug von dieser Spezies zu finden sind. Jetzt bei einem Anti-Strache Rap, den irgendein Mitarbeiter der SPÖ auf seiner privaten (!) Homepage verlinkt hat. Die SPÖ stecke hinter diesem gemeinen Rap, suhlen sich die Blauen als die wahren Verfolgten. So weit, so unbedeutend.

Interessant ist aber, dass jeweils die ÖVP als Pflichtverteidigerin der FPÖ aufgetreten ist. Sonst wird jede Aufklärung von Skandalen mit dem Hinweis auf staatsanwaltschaftliche Ermittlungen abgewürgt – diesmal haben es die Schwarzen aber anders gehalten und gemeinsam mit den Blauen auf den ORF  hingedroschen. Auch beim Anti-Strache Video hat sich die ÖVP überbordend ereifert und die SPÖ (für was eigentlich?) kritisiert. Offensichtlich wird hinter und vor den Kulissen an einem schwarz-blauen Klimawandel gearbeitet. Im Burgenland und der Steiermark würden sich die farblosen Kandidaten der Schwarzen halt doch gerne mit den blauen Stimmen zum Landeshauptmann wählen lassen.

Ein Kommentar bis jetzt.

  1. Die ÖVP leidet seit eh und jäh an einem Machtkomplex und hat in der Vergangenheit nicht nur einmal bewiesen, dass im Prinzip jedes Mittel recht war (und ist), um an die Macht zu kommen / bzw.: diese zu halten. Dabei wirft diese Partei blindlinks sämtliche Grundwerte über Bord und springt ohne Weiteres über ihren eigenen Schatten. Ansich sind (christliche) Grundwerte etwas durchaus achtenswertes, im Falle der ÖVP kommt das aber bestenfalls einer leeren Worthülse gleich. Über Maria Fekters soziales Gewissen zu sprechen kommt mir dabei ein wenig vor, wie wenn „der Blinde über die Farben spricht – Neben ihr ist in etwa so viel Platz für soziale Gedanken, wie der Luftspalt eines undichten Fensters …

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