Ein Bildungsvolksbegehren?

Gestern hat sich im Parlament der „Bildungsexperte“ des BZÖ Stefan Petzner (Diplomarbeitsthema „Die Macht der Musik am Beispiel Udo Jürgens“) zu Wort gemeldet. Sein Beitrag zum Thema Bildung soll nicht vorenthalten werden: „Wir nehmen nach der heutigen Diskussion zur Kenntnis, dass sich (…) die Grünen einmal mehr auf die Seite der linken Anarchisten, der linken Chaoten, des linken Mobs begeben haben, die das Audimax besetzen (…) noch einmal: Audimax räumen und (…) nötigenfalls mit einem Kärcher ins Audimax hineinfahren.“

Petzner ist zwar nur eine kleine Fußnote der bildungspolitischen Debatte, aber kein Einzelfall. Manche kleiden ihre Ignoranz nur in schönere Worte. SPÖ Klubchef Cap will Anträgen auf mehr Geld für die Unis nicht zustimmen, weil es schon Beschlüsse gäbe. Schönheitsfehler an dieser Argumentation ist, dass diese Beschlüsse von rot und schwarz ignoriert werden.

Klar ist nach dieser Sitzung, dass rot, schwarz, blau und orange Österreich nicht aus dem Bildungschaos herausführen werden. Es braucht dringend den Druck von außen. An den Unis wird laut über ein Bildungsvolksbegehren nachgedacht. Der Politik kann nur mehr so geholfen werden. Sonst wird Hahn nach Brüssel flüchten und eine Nachfolger/in von der ÖVP mit gewohnter Inkompetenz die Bildungsagenden weiter herunterwirtschaften. Die Schüler/innen und Studierenden müssen ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen. Es muss einen Aufschrei geben, wenn Geld für die Bankenrettung da ist, in einem der reichsten Ländern der Welt die Zukunftschancen der Jungen aber in den Konkurs geführt werden. Ein Bildungsvolksbegehren? Her damit!

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