Pröll, Leistungsträger und wer die Zeche bezahlt

Gestern hat ÖVP-Obmann Pröll sein Sommergespräch im Fernsehen absolviert. Inhaltlich war er als Finanzminister gefragt. Der hat dann auch bemerkenswertes gesagt. Debatten über neue Steuern verbiete er sich. Gerade von neuen Vermögenssteuern will Pröll nichts wissen, allein schon aus „Solidarität“ mit den Leistungsträgern des Landes, wie er meinte.

Unglaublich. Meist haben große Vermögen nichts mit Leistung zu tun, sondern wurden geerbt oder erspekuliert. Wer Leistung belohnen will, müsste eigentlich für Vermögensteuern sein, weil es keine Leistung ist, große Vermögen zu besitzen oder davon zu leben. Ganz abgesehen davon ist es arrogant, die sogenannte „Leistungsträger“ bei den Vermögenden anzusiedeln. Die Krankenschwester oder der Schwerarbeiter – das sind Leistunsträger, reich sind sie mit Sicherheit nicht.

Meine Solidarität gilt den unschuldigen Opfern der Wirtschaftskrise. Den Arbeiter/innen und Angestellten, die arbeitslos geworden sind oder  den kleinen Unternehmer/innen, die im Sog der Krise wirtschaftliche Probleme bekommen haben. Wenn Pröll keine neuen Steuern für Reiche will, wird er diese unschuldigen Opfer ein zweites mal strafen. Er muss dann sein Budget über die Ausgaben sanieren. Das heißt Kürzungen bei den Sozialleistungen oder den Bildungsausgaben.

Die entscheidende Frage ist „wer zahlt die Zeche für die Krise“? Geht es nach Pröll, zweimal die Kleinen, denn die Großen haben seine Solidarität.

Ein Kommentar bis jetzt.

  1. Fake Oakleys sagt:

    There was a time when i would take steps truly such as this technique when I must have been a preschool teacher!

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