Im Innenministerium wird offensichtlich wieder ganze Medienarbeit geleistet. Die vermeintlichen oder tatsächlichen Vorstrafen  der Opfer der Polizeischüsse von Krems geistern jetzt durch die Medien. Man wird an den Fall Zogaj erinnert. Damals, als das Innenministerium medial wegen der Abschiebung der Familie in der Totaldefensive war, wurden nachweislich die Polizeicomputer intensiv abgefragt und am nächsten Tag war in den Medien schon von angeblichen Anzeigen gegen die Familie zu lesen.

Das Schema ist immer das gleiche. Gerät das Innenministerium unter Erklärungsbedarf wird medial kampagnisiert. Der Grund ist klar: Vorbestrafte dürfen mit weniger Mitleid rechnen – die Polizei wird eher verstanden. Dabei ist das völlig egal. Auch Vorbestrafte haben ein Recht, dass sich die Polizei beim Schusswaffengebrauch an die Gesetze hält. Wir sind ja nicht im Western.

Wie wenig Sensibilität Fekter besitzt, zeigt sich auch daran, dass sie sich in einem öffentlichen Statemant „vorbehaltslos hinter die Polizisten stellt“. Eine Innenministerin muss aber  vorallem auf dem Boden des Rechtsstaats stehen. Das heißt aber, dass es keine mediale Blankoabsolution geben darf, sondern der Schusswaffeneinsatz der Polizisten streng und mit allen Konsequenzen untersucht wird.

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