Josias Kumpf war Mitglied der SS Totenkopfdivision und KZ Wächter im Lager Trawniki. Kumpf wurde vor wenigen Monaten von den USA nach Österreich abgeschoben.

In Österreich hat man ihm in Wien eine 1000 Euro-Wohnung in bester Lage gemietet und eine 24 Stunden Pflege organisiert. Es liegen konkrete Hinweise vor, dass österreichische Behörden diese VIP Betreuung veranlasst haben. Die Spuren führen nach Vorarlberg und in das Innenministerium. Seit die Sache bekannt geworden ist, sind alle auf Tauchstation.

Das ganze ist skandalös, wenn man weiß, was im Vergleich Asylwerber/innen in Österreich erhalten. Warum haben sich österreichische Behörden so intensiv um einen ehemaligen KZ Wächter bemüht? Über die Motivlage kann man nur rätseln. Hat man bei den Behörden mit einem mutmaßlichen Kriegsverbrecher mehr Mitleid, als mit einer aus Tschetschenien geflüchteten Familie?

Innenministerin Fekter und das Land Vorarlberg sind jetzt gefordert den Sachverhalt restlos aufzuklären. Eine umfassende parlamentarische Anfrage zwingt das Innenministerium den Fall offen zu legen. Für Fekter gilt „leugnen ist zwecklos“, zu viele Details sind bekannt und belegbar.

update Oktober 2009: Josias Kumpf ist am 15.10.2009 im Wiener Wilhelminenspital verstorben.

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