Blau-orange Wiedervereinigung hinter schwedischen Gardinen?
Kein Tag vergeht ohne neuen Skandal aus der zerstrittenen blau-orangen Politfamilie. Jetzt wird gegen Petzner (BZÖ), Dörfler, Scheuch und Dobernig (Freiheitliche) ermittelt. Der Vorwurf: Untreue und Amtsmissbrauch. Ein Wahlkampffolder – bezahlt aus Steuergeldern – hat ganz zufällig wie Parteiwerbung ausgesehen. Nimmt man die blauen Oldies Meischberger und Grasser, sowie etliche andere aus Haiders Buberlpartie dazu, rechtfertigen alleine die orange-blauen Eskapaden eine Personalaufstockung bei der Staatsanwaltschaft. Auch für BZÖ-Chef Bucher ziehen am Horizont bereits schwarze Gewitterwolken im Kärntner Bankenskandal auf. Die Chancen auf eine Wiedervereinigung der blauen und orangen Streitbrüder – allerdings unter etwas anderen räumlichen Gegebenheiten – stehen damit gar nicht so schlecht. Der Kärnteranzug wird gegen Querstreifen eingetauscht und die Gitterstäbe zum neuen Parteisymbol.
Man könnte noch endlos weiter scherzen, wenn es nicht so ernst wäre. Wenn FPÖ/BZÖ etwas zu sagen haben (Kärnten und Österreich 2000 bis 2006) dann wird, so liegt der Verdacht nahe, zugelangt. Ohne Respekt und Anstand. Die moralischen Maßstäbe sind so niedrig, dass nichts mehr überrascht. Die Geldgeschenke geächteter Diktatoren an die FPÖ, die mit Giftgasangriffen die Verantwortung für ein Massentöten tragen, passen da ins Bild. Mittlerweile besteht Gefahr, dass man den Überblick verliert und sich an den täglichen blau/orangen Skandal gewöhnt.
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