Wie alles begann

„Ich bin mit Historikern in regelmäßigen Gesprächen auch über diese Fragen. Aber momentan ist keine eigene Initiative dazu geplant“, ließ der SPÖ-Vorsitzende Werner Faymann aus Anlass der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Februarkämpfe im Jahr 2009 verlauten. Damit war für meinen Abgeordneten-Kollegen Harald Walser und mich klar, dass die Grünen die Rehabilitierung der Widerstandskämpfer gegen das Dollfuß-Regime in die Hand nehmen müssen. Nicht aus parteitaktischen Überlegungen, sondern weil es in justiz- und vergangenheitspolitischer Sicht völlig unverantwortlich wäre, dieses Kapitel österreichischer Geschichte nicht aufzuarbeiten. Klar ist, dass das nicht einfach wird. Mit der erfolgreichen Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure hat sich aber gezeigt, dass kontinuierliche Arbeit zum Erfolg führt. Jetzt kämpfen eine Reihe von Historiker/innen und die Grünen um diesen längst notwendigen Schritt. SPÖ und ÖVP sind verhalten gesprächsbereit. Wahrscheinlich lebt mit Fritz Propst nur mehr ein Zeitzeuge aus dem Widerstand gegen den Austrofaschismus. Die Zeit drängt. Wenn auch die Rehabilitierung nur ein symbolischer Schritt sein mag – er hätte trotzdem große Bedeutung für Österreich.

März 2009

Brief der Grünen Abgeordneten Albert Steinhauser und Harald Walser an HistorikerInnen zur Rehabilitierung der Februarkämpfer

Februar 2010

Ersuchen der Wissenschaftlichen Plattform für die Rehabilitierung der Opfer des Regimes Dollfuß/Schuschnigg an alle Abgeordneten des Österreichischen Parlaments

Grüne Antwort an Plattform für die Rehalbilitierung der Opfer des Regimes Dollfuß/Schuschnigg

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