Partnerschaftsgesetz im Justizausschuss: “Sie sind ein katholischer Fundamentalist”
Heute wurde im Justizausschuss das Partnerschaftsgesetz für gleichgeschlechtliche Paare diskutiert. Der BZÖ Justizsprecher ist kein unbekannter: Ewald Stadler, ehemaliges Mitglied der erzkonservativen Piusbruderschaft. Er sieht das Ende der Welt gekommen. In einer Mischung aus Vorurteilen und religiös motivierten Begründungen versucht er gegen jede Form von Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare an zu argumentieren. Homosexuelle würden sehr häufig ihre Partner wechseln, das sei empirisch bewiesen. Der Glaube verbiete Katholiken die Zustimmung, die ÖVP solle die Abstimmung als Glaubensfrage freigeben.
Richtig ist, dass das alte Testament homophobe Passagen enthält. Sie sind mehrere tausend Jahre alt. Meine Replik hat das aufgegriffen: “Herr Stadler sie argumentieren so, wie sie es beim Islam gerne kritisieren. Sie sind ein katholischer Fundamentalist”. Stadlers Antwort: “… das habe ich doch nie bestritten”.
Wir haben im Justizausschuss unsere Kritik deponiert. Nach diversen Abänderungsanträgen wurden die Unterscheidungen zum Eherecht von 71 auf 47 reduziert. Jene Teil des Gesetzes die gegenüber der Ehe eine Dikriminierung darstellen haben wir abgelehnt, den anderen Teilen zugestimmt.
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