Bundespräsident: sollen Grüne kandidieren?
Das Amt des Bundespräsidenten wäre an sich entbehrlich. Es gibt keine Befugnis, die nicht ein anderes Organ der Republik ausführen könnte. Zugegeben – politischer Schaden geht von diesem Amt aber auch keiner aus. Also Geschmackssache. Solange es die Funktion aber gibt, sollten Grüne grundsätzlich auch über Kandidaturen nachdenken. Warum soll man den Wahlkampf anderen überlassen und sich in die Beobachterrolle zurückziehen?
Ein Antreten gegen Heinz Fischer wäre aber sinnlos. Er hat das Amt so wie in der Verfassung vorgesehen korrekt und langweilig ausgeübt. Das ist auch in Ordnung. Die Kaste der selbsternannten Politentertainer nervt ohnedies gewaltig. Wenn man mit Wähler/innen diskutiert, wird ohnedies schnell klar, dass viele eine eigene Grüne Kandidatur gar nicht verstehen würden. Es wird schlicht keine Notwendigkeit gesehen. Das sehe ich auch so. Bringen wir die Wahlen im Frühjahr schnell hinter uns, die Herausforderungen liegen ohnedies in den kommenden Landtagswahlen.
In 6 Jahren schaut die Sache aber anders aus. Es gibt in den anderen Parteien weit und breit niemanden, dem oder der man eine Nachfolge von Fischer wünschen würde. Da müssen wir den Wähler/innen inhaltliche und personelle Alternativen anbieten.







