Steht die Atomkraft vor einer Renaissance?
23 Jahre nach dem Supergau von Tschernobyl hofft die Atomlobby auf Rückenwind. Unter dem Vorwand des Klimaschutzes wird zur Renaissance der Atomenergie geblasen. So planen Frankreich und Großbritannien neue Kraft werke. Unter anderem wurde heute berichtet, dass in Sellafield ein neues Riesenkraftwerk entstehen soll.
Gerade zu lächerlich ist das Märchen von der sauberen Atomenergie. Die Lagerung nuklearer Abfälle ist vollkommen ungeklärt. Über Generationen hinaus wird gefährlicher Müll angelagert, der schon au Grund langzeitig unkalkulierbarer geologischer Entwicklungen eine permanente Gefahr darstellt. Auch ist es nur eine Halbwahrheit, dass Kernkraftwerke keinen Kohlendioxid-Ausstoß verursachen. Atomkraftwerke stoßen immerhin halb so viel Kohlendioxid aus wie ein modernes Gaskraftwerk.
Die Atomkraft bietet lediglich eine Reihe von ungelösten Fragen und zahlreiche Gefahren. Die Atomlobby hofft auf einen neuen Boom. Ihr geht es nicht um Klimaschutz, sondern um Gewinnmargen und neue Geschäftsfelder. Verantwortungslose Politiker/innen wollen sich nicht die Probleme von morgen anschauen, sondern hoffen auf einen kurzfristigen Nutzen. Und die EURATOM? Die sollte eigentlich nur einen Zweck haben: den mittelfristigen Totalausstieg Europas aus der Kernenergie zu organisieren und Alternativen zu fördern.







